Kooperation - St. Petersburg - Hamburg - Exkursion Tag 4


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Metrostation am Newski Prospekt: Fünf Minuten fährt man hinunter.
Das Ende der Rolltreppe ist von oben nicht einsehbar.

Donnerstag, 29.05.2014

8 Uhr 40. Es regnet. Der Besuch der Schuldependance und das Treffen mit dem Schulleiter Victor Smirnov und seinen Mitarbeitern steht auf dem Programm. Mit der Metro geht es zur zweiten Abteilung der Schule im Norden von St. Petersburg. Direkt am Newski Prospekt ist eine besonders sehenswerte Metrostation. Die Eintrittshalle ist stuckverziert und per Rolltreppe geht es scheinbar endlos in die Tiefe. Ungefähr fünf Minuten fährt man hinunter und das Ende der Rolltreppe ist von oben nicht zu sehen.

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Besuch der Schuldependance

Wir betreten die Schule durch eine elektronische Zugangskontrolle am Eingang. Die russischen Kollegen, Elena Fedorchenko, Leiterin der Schule und Olga Shinyaeva, Julia Kovaleva, Andreei Kozokar, Polina Lobkova und Anastasiia Chernova empfangen uns. Vera leitet die Sitzung und kommt sofort auf den Punkt: Das Prinzip des Dualen Systems. Strukturelle Umsetzungsmöglichkeiten etc. Das Gespräch läuft auf Deutsch und Englisch und Vera Rashich übersetzt für ihre Kollegen alles in die russische Sprache. In der Fragerunde wird offen über Ziele, Interessenlagen und Probleme gesprochen. Leider ist Victor Smirnov verhindert und kann an unserem Treffen nicht teilnehmen.

Herr Melich erläutert das Duale System der Berufsausbildung in Deutschland und die bestehenden Lernortkooperationen.

Die Kernfragen für die zukünftige Intensivierung der Kooperation stehen im Mittelpunkt: Ist das Duale System auf die russischen staatlichen Schulstrukturen zu übertragen? Wie schafft man eine betriebsnahe Ausbildung? Wie motiviert man Auszubildende für technische Berufe? Wie bewirkt man Selbstverantwortung für eine zielorientierte Ausbildung bei den Betrieben und den Auszubildenden? Und wie verknüpft man das alles mit dem staatlichen Schulsystem?

Unsere russischen Kollegen wollen den internationalen industriellen Anschluss. Das besondere Interesse der Fachkollegen liegt darin, das Fachenglisch im Bereich Mechatronik zu trainieren. Befragt wurden wir auch zu den erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnissen für eine Teilnahme an den Externer Link "World Skills" Berufsolympiaden.

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Der rosa Schulbus bringt uns zum Schloss der Zaren.
Vorbei an den unzähligen Brücken St. Petersburgs.

Weiter geht es mit dem Kulturprogramm: Im rosa Schulbus geht es in Richtung Externer Link Zarskoje und zur Residenz der Zaren, dem Katharinenpark und dem Schloss. Nach ca. 30 Kilometer Fahrt aus St. Petersburg heraus erreichen wir gegen 16 Uhr das Restaurant Prodvorje. Es liegt kurz hinter dem Ort Puschkin und auch der russische Präsident Putin soll hier gespeist haben. Mit dem aus Baumstämmen erbauten Gebäude erinnert das Restaurant an Häuser in Finnland. Das Essen und der Service sind außergewöhnlich. Es ist eine wirklich russische Erfahrung in einer einzigartigen Umgebung.

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Zarendorf / Zarskoje Selo / Katharinenpalast

Zurück nach Zarskoje Selo: Die goldenen Kuppeln der Schlosskirche krönen den Katharinenpalast. Im 19. Jahrhundert war dies der bevorzugte Wohnsitz der Zaren. Elisabeth I. hat diesen Palast weiter mit Luxus versehen. 300m lang ist die Palastfassade, bei der 114kg pures Gold verwendet worden sein sollen. Katharina die Erste kann man dort als Puppe bestaunen. Vera Rashich klärt uns auf, dass ihr jetziges Kleid aus Papier besteht. Über der Attrappe thront ein Gemälde der Zarin, die auf uns Besucher herabsieht.

Das Externer Link Bernsteinzimmer und der große Saal mit fast 50 m Länge und 18 m Breite sind die Highlights unter den unzähligen Prachträumen. Ralph Melich fordert unsere Gastgeberin Vera Rashich zum Walzer auf und dreht unter den skeptischen Augen Katharina der Großen in den braunen Überziehschuhen ein paar Runden durch den Goldenen Saal.

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Zarendorf / Zarskoje Selo / Katharinenpalast

Nach diesem kulturellen Höhepunkt fahren wir zurück nach St. Petersburg. In unserem Hotel findet die Abschlussbesprechung mit Vera Rashich über die weiteren Schritte unserer Kooperation "St. Petersburg-Hamburg" statt. Wie geht es weiter, was wollen wir in Zukunft gemeinsam auf den Weg bringen? Reiner Beyer hat die Schwerpunkte zusammengefasst:

  1. Sprachkurse für unsere russischen Kollegen in Deutsch und Englisch an unserer Schule.
  2. Weiterhin wünschen sich die russischen Kollegen unsere Unterstützung bei der Vorbereitung der russischen Auszubildenden auf den World Skills Competition Mechatronics, vielleicht sogar in Verbindung mit Kursen in Hamburger Unternehmen (wie Vattenfall, FESTO etc.).
  3. Einige russische Kollegen, die in der Verwaltung des Technischen Kollegs für Management und Handel (TKMuH) tätig sind, möchten an einem fünftägigen Praktikum oder Erfahrungsaustausch mit unserer Schulleitung teilnehmen.
  4. Im Bereich Medientechnik sehen wir die Möglichkeit von Besuchen und Praktika in TV- Sendeanstalten für jeweils eine Woche oder mehr in St. Petersburg.
  5. Unsere russischen Kollegen bitten uns um Unterstützung der Kontaktaufnahme mit deutschen Unternehmen (z. B. SIEMENS, Hotelketten) in St. Petersburg.
  6. Über die Handelskammer könnten wir ihnen bei der Suche nach Praktikumsplätzen im Tourismus- und Hotelbereich, speziell im Bereich Rezeption, helfen.

21 Uhr 30: Frau Rashich verabschiedet sich mit dem Versprechen, uns morgen zum Flughafen zu begleiten.


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